Unsere Ziele innerhalb der verfassten Studierendenschaft beinhaltet drei zentrale Punkte:
- den verantwortungsvollen Umgang mit dem Geld der Studierendenschaft
- eine Verbesserung der Lernbedingungen
- die Verbreiterung des Kulturangebots
Anlässlich der letzten Wahl zum Studierendenparlament haben wir diese Grundsätze konkretisiert:
Die Studierendenschaft erhebt jedes Semester eine Gebühr von allen Studierenden, mit der sie die Angelegenheiten der gesamten Studierendenschaft finanzieren soll. Zum kommenden Wintersemester wird dieser Beitrag von 14,80 € auf 11,70 € gesenkt, doch dies ist nicht darauf zurückzuführen, dass die Ausgaben gesenkt wurden – diese wurden nämlich um über 20 % im Vergleich zum Ansatz für dieses Haushaltsjahr erhöht. Dies kann auf die gestiegenen Studierendenzahlen und die aufgebauten Rücklagen zurückgeführt werden, die man nun mit aller Macht abzubauen versucht – scheinbar unabhängig vom Nutzen für die Gesamtstudierendenschaft und den langfristigen Konsequenzen, aber immer unter dem Motto: Es träumt sich schön von einer besseren Welt – mit fremden Geld!
WIR STEHEN FÜR DEN VERANTWORTUNGSVOLLEN UND GEZIELTEN UMGANG MIT EUREN GELDERN EIN:
Verantwortungsvoll
Wir verschreiben uns dem Grundsatz, dass jeder StuPa-Abgeordnete mit dem Geld seiner Kommilitonen nur so verfahren sollte, wie er privat mit seinem eigenen Geld ebenfalls umginge.
Gezielt
Wir wollen eine Konzentration der Ausgaben auf die wesentlichen Aufgaben. Es ist u. a. nicht die Aufgabe des Studierendenparlaments Symbolpolitik zu betreiben. Es sollte auch nicht der Ansatz sein, dass man seinen Kommilitonen immer mehr Geld abnimmt, um ihnen so die Entscheidung darüber abzunehmen, welche Einrichtungen und Leistungen notwendig sind.
Unser Leitmotiv: Nicht jeder soll alles finanzieren müssen, was wenige für richtig erachten, sondern jeder soll selbst entscheiden, welche Angebote er wahrnimmt und nur diese dann auch selbst finanzieren!

In unserer Unibib besteht derzeit akuter Handlungsbedarf: Wir haben bereits 2009 im Vergleich mit anderen Unibibliotheken dieser Größenordnung in allen Bereichen katastrophal abgeschnitten! Immer weniger Gelder stehen für die Anschaffung von Lehrbüchern und für erweiterte Öffnungszeiten zur Verfügung. Die Leidtragenden dieser Entwicklung sind wir Studierenden.
Wir setzen uns deshalb für die Ausfinanzierung der Unibib durch die Universität ein, sodass folgende Situation in 2012 gewährleistet werden kann:
• Ganzjährige Öffnung der Unibib werktags von 8 bis 23 Uhr sowie am Wochenende von 9 bis 18 Uhr.
• Umfassender Bestand an aktuellen Lehrbüchern.
• Mehr Bücher länger ausleihbar.
Zur Unterstützung der Universität wollen wir uns jedoch auch selbst einsetzen: Wir wollen Kapazitäten der Studierendenschaft u. a. dafür einsetzen, eine Drittmittelkampagne für die Bibliothek aufzulegen, um so zusätzliche finanzielle Mittel gewinnen zu können, die zu einer raschen Verbesserung des Bücherbestands in der Unibib führen wird.
Breiteres Kulturangebot
Der LiCa setzt sich für ein breiteres Kulturangebot an der Viadrina ein: Immer mehr Studenten kommen an die Viadrina und zum Studium gehört nicht nur das Studieren sondern eben auch das Studentenleben. Damit wachsen auch die unterschiedlichen Ansprüche an eine bessere und vor allem vielfältigere Kulturlandschaft. Formate wie der Science Slam oder alternative Partys (zum Beispiel im Witkacy) müssen neben den großen Semestereröffnungspartys erhalten und ausgebaut werden.
Das von uns im vergangenen Jahr geleitete AStA-Kulturreferat hatte sich dieser Aufgabe erfolgreich gestellt und wir werden diese Aufgabe auch in Zukunft weiter engagiert und zielorientiert angehen.
Raum für kreative Ideen
Die von den Jusos ausgearbeitete „Party-Richtlinie“, die es allen Gremien und Initiativen an der Viadrina verbieten sollte, gewinnorientierte Partys oder Konzerte zu veranstalten, sowie Veranstaltungen nur in Uni-Gebäuden erlauben wollte, lehnen wir nachdrücklich ab. Ein solches bürokratisches Monster macht kreative Ideen und alternative Konzepte zu Nichte und beschränkt uns auf Uni-Gebäude, für die wir nach jetzigem Stand kaum noch Genehmigungen erhalten.
Für mehr Kultur an der Viadrina, für freie Feierei – der LiCa!



